Als Dolmetscher/Übersetzer fungiert man als Vermittler zwischen den jeweiligen Kulturen. Es ist unbedingt notwendig, die Spezifik sowohl der Ausgangssprache als auch der Zielsprache zu beachten. Professor Hans J. Vermeer vom Heidelberger Institut für Übersetzen und Dolmetschen setzte voraus, dass der Translator ein Experte sowohl für die Ausgangs- als auch der Zielkultur sein soll, um die kommunikativen Lücken durch die Translation zu überbrücken. Auch verurteilte er eine wortgetreue Übersetzung/Verdolmetschung, denn so entfernt sich der Dolmetscher/Übersetzer weit von seinem Ziel: Nämlich gelungene Kommunikation sowie sinngemäße Übersetzung.

Auch wenn eine vollkommene Übersetzung deshalb laut Jekatherina Lebedewa (Professorin für Übersetzungswissenschaft Russisch am Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD) der Neuphilologischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) eine unerreichbare Utopie bleibt, blickt ein Dolmetscher nichtsdestotrotz optimistisch in die Zukunft und bietet seinen Kunden bestmögliche Lösungen an, auch wenn dem Auftraggeber die Wiedergabe der Gegenpartei durch den Dolmetscher selbst gekürzt erscheinen mag. Dies ergibt sich zwangsläufig häufig aus der erforderlichen Beschränkung auf das Wesentliche.

Der Kunde sollte dabei berücksichtigen, dass eine qualitativ gute Verdolmetschung immer ein Balanceakt ist und in der Regel entsprechende Vorbereitung voraussetzt, da der Dolmetscher, im Gegensatz zum Übersetzer, sofort und ad hoc die sprachlich qualitativ bestmögliche, sachlich -adäquate Lösung, auch unter höchstem physischem, psychischem und zeitlichem Druck erbringen wird.

Dies setzt zwingend sowohl sachlich wie sprachlich permanente Weiterbildung, Training und Anpassung voraus. Dies können Sie von mir erwarten.